

Der neue Maybach – Luxus KITT
Früher war das intelligenteste Auto der Welt ein schwarzer Pontiac mit rotem Lauflicht. KITT sprach, dachte mit und hatte einen Selbstfahrmodus. Genau das kann jetzt auch die neue Mercedes-Maybach S-Klasse.
Wilhelm Maybach baute einst Motoren für Kaiser, Könige und Industrielle. Seine Autos waren Machtdemonstrationen auf Rädern. Wer Maybach fuhr, war Chef. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Nur die Definition von Luxus hat sich verschoben. Wo früher Hubraum, Chrom und Handarbeit dominierten, regieren heute Software, Sensoren und künstliche Intelligenz.

Die neue Mercedes-Maybach S-Klasse ist mehr als nur ein Update, sondern wirbt damit, die umfassendste Überarbeitung der Geschichte erhalten zu haben. Und die ist nicht mal sichtbar.
Das geniale Gehirn

Mit MB.OS hält ein komplett neues Betriebssystem Einzug in den Maybach. Dazu ein KI-gestützter Sprachassistent, der nicht nur Befehle ausführt, sondern Gespräche führt und sich an Vorlieben erinnert. Wie KITT, das geniale Auto des Knight Riders.
Luxus wird zur Therapie

Bei einem Maybach geht es ja vor allem um den Fond. Maybach nennt es «Cocooning». 199 LEDs mit 64 Farben, Ambientelicht, das auf Sprache, Klima und Fahrweise reagiert sowie Materialien wie offenporige Hölzer und neue Textilien machen aus dem Fahrzeugraum ein Wellness-Spa. Doch es geht natürlich noch abgefahrener.

Typisch für Maybach sind die kleinen Details. Auch in der neuen S-Klasse gibt es tolle Gimmicks wie Felgen mit dem schwebenden Stern. Der Mercedes-Stern bleibt dank Kugellager immer perfekt aufrecht. Egal wie schnell man fährt. Der beleuchtete Kühlergrill wächst um 20 Prozent, weil es ja auch ein Champagner-Kühlfach mit versilberten Kelchen gibt. Fehlt eigentlich nur noch das rote Lauflicht.
Fahrwerk der Zukunft

Wer einen Maybach besitzt, möchte schweben. Für abgehobene Stars ist jede Berührung mit dem harten Boden der Realität unzumutbar. Zum Glück gibt es nun die neue AIRMATIC-Federung, die Car-to-X-Daten, also Infos von anderen Fahrzeugen, nutzt, um die Strasse voraus zu scannen, bevor sie befahren wird. Das konnte nicht mal KITT.

Der Chauffeur, der keiner ist
In Zukunft wird auch der Chauffeur arbeitslos. Mit dem MB.DRIVE ASSIST PRO ist bereits ein System an Bord, das echtes Punkt-zu-Punkt-Fahren ermöglichen soll – selbst im Stadtverkehr. Ebenfalls wie KITT. Noch ist es nicht erlaubt, aber die Zukunft fährt hier schon mit. Und zwar vorne links.

Leise Macht statt Drama
Obwohl man in dieser Klasse nicht über Preise und Motoren spricht, hat sich auch unter der Haube was getan. Es gibt neue elektrifizierte Sechs- und Achtzylinder mit Mildhybrid-Technik für sanftere Kraftentfaltung sowie mit Plug-in-Hybrid mit rund 100 Kilometer elektrischer Reichweite. Und ja: Der V12 lebt weiter.
Mehr Erlebnis als Auto

Die neue Maybach S-Klasse ist kein Fortschritt im klassischen Sinn. Sie ist eher eine Verschiebung der Idee, was ein Auto überhaupt sein soll. Weniger Statussymbol im klassischen Sinn, mehr Erlebnisraum auf Rädern. Oder anders gesagt: ein Auto, das nicht nur fährt – sondern versteht. Wie KITT.
Bilder: Mercedes-Maybach


