

Frohes neues Autojahr!
Happy New Year, liebe Autofans! Welches sind die wichtigsten Modelle, die uns das Jahr 2026 bescheren wird? Hier ein kleiner Überblick.
Gerade noch war die Welt elektrisch. Volle Akkus, leere Versprechen. Jetzt, kaum weht der politische Wind etwas kühler, entdecken erstaunlich viele Hersteller ihre Liebe zum Verbrennungsmotor neu. Und verkaufen das als strategische Weitsicht. In Wahrheit ist es vor allem eins: Realitätsabgleich.
Alfa Romeo

Mit Stelvio und Giulia wollen die Italiener gleich zwei strategisch zentrale Modelle. Beide waren ursprünglich als reine Elektrofahrzeuge auf der STLA-Large-Plattform geplant. Inzwischen ist klar: Alfa Romeo rudert zurück und wird beide Baureihen zusätzlich mit Verbrennungsmotoren anbieten. Im Fokus steht dabei ein leistungsstarker Sechszylinder. Alfa wollte radikal elektrisch werden. Klang mutig, war aber weltfremd. Wer Alfa fährt, will Leidenschaft – keine Ladeplanung. Der Marktstart könnte 2026 erfolgen, ebenso gut ist eine Verschiebung auf 2027 möglich.
Bentley

Ein City-SUV mit über 1000 PS? Tönt grotesk. Bentley arbeitet an einem kompakten SUV unterhalb des Bentayga. Technisch dürfte das Modell auf Konzerntechnik zurückgreifen, mutmasslich mit Porsche-Bezug. Im Raum stehen elektrische Antriebe mit deutlich über 1000 PS Systemleistung, realisiert über mehrere Elektromotoren. Gleichzeitig bleibt Bentley dem Verbrenner treu: Das ursprünglich für 2030 angekündigte Ende der Benzinmotoren wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.
BMW

Nach der Premiere des neuen iX3 steht der Generationenwechsel beim 3er an. Ursprünglich als rein elektrisches Modell konzipiert, wird auch BMW am Parallelangebot mit Verbrennungsmotoren festhalten. Dass BMW parallel denkt, zeigt: Ideologie verkauft keine Autos, Optionen schon. Das neue Neuklasse-Design markiert einen deutlichen Bruch mit der bisherigen Formsprache und muss sich bei der Kundschaft erst bewähren. Ein M3 ist fest eingeplant – sowohl als Elektroversion wie auch mit klassischem Reihensechszylinder mit Twin-Turbo.
Ferrari

Strom ist effizient, aber selten dramatisch. Das will Ferrari nun ändern. Mit dem Ferrari Elettrica bringen die Italiener ihr erstes rein elektrisches Serienmodell. Ob freiwillig oder nicht: Die europäischen CO?-Vorgaben lassen auch Maranello keine Wahl. Erwartet wird ein sportlich positionierter Viertürer mit vier Sitzplätzen und einer Systemleistung deutlich jenseits der 1000 PS. Ferrari betont, dass trotz Elektroantrieb Marken-DNA und Fahrgefühl oberste Priorität haben sollen.
Fiat
Fiat macht endlich wieder das, was Fiat kann: Volksautos. Mit dem Grande Panda und 500 Hybrid brachte die Marke zwei Volumenmodelle auf den Markt, die für bessere Werksauslastung sorgen. Für einen global aufgestellten Konzern ist das allerdings zu wenig. Deshalb arbeitet Fiat an einem weiteren Modell, das voraussichtlich den Namen Freemont wiederbelebt. Geplant ist ein fünf- bis siebensitziges Familien-SUV auf der STLA-Medium-Plattform, wahlweise mit elektrischem oder hybridem Antrieb.
Genesis

Genesis hat den Mut zur Einsicht bewiesen. Vollelektrisch-only war ein Fehler. Ab 2027 soll jedes Modell mindestens als Plug-in-Hybrid oder mit Range-Extender erhältlich sein.Parallel dazu expandiert die Marke in weitere europäische Märkte wie Spanien, Frankreich und Italien. Bereits 2026 werden neue Modelle erwartet, darunter der GV60 Magma sowie ein luxuriöser SUV auf Basis des Hyundai Ioniq 9.
Jaguar

Jaguar ist das Mahnmal dieser Zeiten. Viel Gerede, viel Design, viel Marketing – aber kein Auto. Nach zwei Jahren Produktionspause soll 2026 das erste Serienmodell der Reimagine-Strategie erscheinen. Kaum ein Auto wurde im Vorfeld so intensiv diskutiert – Design und Marketing sorgten für maximale Aufmerksamkeit. Die jüngsten personellen Veränderungen an der Spitze von Jaguar nähren jedoch Zweifel, ob das Fahrzeug tatsächlich in Serie geht. Offiziell hält man am Projekt fest, hinter den Kulissen bleibt vieles offen.
Land Rover

Der elektrische Range Rover wird kommen. Und er wird gut sein. Land Rover benötigt aber mehrere neue Elektrofahrzeuge, um die europäischen CO?-Vorgaben einzuhalten. Im Gespräch sind ein kompakter Defender-Ableger sowie ein rein elektrischer Velar der zweiten Generation. Fix ist bis jetzt nur der grosse Range Rover Electric. Seine Premiere wurde mehrfach verschoben und wird nun für 2026 erwartet.
Text: Serge Schilov
Bilder: Div. Hersteller


