Hecktriebler und Handschaltung bleiben im Angebot

BMW M2 jetzt auch mit xDrive

Klein, kompakt, Heckantrieb, Reihensechszylinder: Der M2 war der letzte der alten BMW-Schule. Nun gibt es den M2 ebenfalls mit Allradantrieb. Bedeutet das auch, dass jetzt Schluss mit lustig ist? Im Gegenteil.

Veröffentlicht am 12.06.2026

Während M3 und M4 längst mit dem variablen Allradsystem M xDrive unterwegs sind, blieb der kleine Bruder bis jetzt dem Heckantrieb treu. Nun schickt BMW erstmals einen M2 mit M xDrive auf die Strecke. Die BMW-M-Ingenieure versprechen dabei nichts weniger als das Beste aus zwei Welten: maximale Traktion und gleichzeitig die typische Heckantriebs-DNA.

Handschaltung für Puristen

Unter der Haube bleibt alles beim Alten. Der bekannte Dreiliter-Reihensechszylinder mit M TwinPower Turbo leistet 480 PS und verteilt bis zu 600 Nm Drehmoment an alle vier Räder. Die Kraftübertragung übernimmt serienmässig das Achtgang-M-Steptronic-Getriebe. Auf ein Handschaltgetriebe müssen Allrad-Fans verzichten. Wer selbst rühren will, bleibt beim Hecktriebler. Das dürfte die Oldschool-Bimmer-Fans freuen. Denn BMW nimmt ihnen nichts weg. Der klassische M2 bleibt im Programm. Der neue xDrive erweitert lediglich das Angebot.

Schneller als je zuvor

Der BMW M2 xDrive sprintet in 3,7 Sekunden von null auf 100 km/h. Damit ist er drei Zehntel schneller als der heckgetriebene Bruder. Die 200-km/h-Marke fällt bereits nach 12,8 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h und steigt mit dem optionalen M Driver’s Package auf 285 km/h.

Keine Angst vor der Vernunft

Tatsächlich bringt das xDrive-System zusätzliche Kilos mit. BMW hat jedoch vorgesorgt. Das System arbeitet grundsätzlich heckbetont. Im Alltag fährt der M2 ausschliesslich über die Hinterräder. Erst wenn die Hinterachse an ihre Grenzen kommt, werden die Vorderräder zugeschaltet. Unterstützt wird das Ganze vom Aktiven M Differenzial an der Hinterachse.

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Wer es ganz klassisch mag, kann im M-Setup sogar einen reinen 2WD-Modus aktivieren. Dann fährt der M2 wieder ausschliesslich über die Hinterräder. Stabilitätskontrolle aus, Vernunft ebenfalls. Mit anderen Worten: Driften bleibt weiterhin Teil des Geschäftsmodells.

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Motorsport für die Zapfsäule

Der M2 erhält erstmals die neue BMW-M-Ignite-Technologie. Hinter dem futuristischen Namen steckt ein Vorkammer-Verbrennungsverfahren, das direkt aus dem Motorsport stammt. Ziel ist ein geringerer Verbrauch bei hoher Belastung – etwa auf der Rennstrecke. Gleichzeitig hilft die Technik, kommende Emissionsvorschriften einzuhalten. BMW verspricht dabei keinerlei Einbussen bei Leistung, Ansprechverhalten oder Charakter.

Erfolgsmodell aus Mexiko

Der Zeitpunkt für die Einführung könnte kaum besser sein. Der BMW M2 war 2025 das meistverkaufte Hochleistungsmodell der BMW M GmbH. Produziert wird weiterhin im Werk San Luis Potosí in Mexiko. Die Produktion des xDrive-Modells startet im August 2026.

Bilder: BMW

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