

Das Ur-SUV kehrt zurück
Leiterrahmen, zuschaltbarer Allrad: Obwohl der Nissan Terrano ein waschechter Offroader war, wurde er nie Kult wie Defender, Wrangler & Co. Noch nicht. Denn jetzt plant Nissan ein Comeback mit dem Terrano – zumindest als Konzept.
Als der Nissan Terrano 1988 auf den europäischen Markt kam, war er kein weichgespültes Lifestyle-SUV, das nur Trottoirkanten konnte, sondern ein kantiger Typ mit Dreck unter den Nägeln. Daran orientiert sich auch das neue Nissan Terrano Konzept, das an der Beijing Auto Show gezeigt wurde.

Mehr als Trottoirkante
Auch das neue Terrano Konzept wirkt wie ein Relikt aus einer Zeit, in der SUVs noch arbeiten mussten: kurze Überhänge, dicke Reifen, Unterfahrschutz, Zusatzlampen und sogar eine Leiter fürs Dach. Das Reserverad hängt standesgemäss am Heck. Vieles deutet auf eine klassische Leiterrahmen-Konstruktion hin – also genau das, was heute fast ausgestorben ist. Statt City-Boulevard also eher Schotterpiste, mit allem drum und dran.

Unter der Haube dürfte es elektrifiziert zugehen. Nissan bestätigt einen Plug-in-Hybrid. Konkrete technische Daten nennt der Hersteller noch nicht. Eine Verwandtschaft zum Frontier-Pick-up gilt als wahrscheinlich, ist aber nicht offiziell bestätigt. Dort bringt ein vergleichbares System über 400 PS und ein brachiales Drehmoment – mehr als genug für Gelände und Ego.

Innen? Noch ein Geheimnis. Aber wenn die Technik wirklich vom Pick-up kommt, dürfte es eher funktional als fancy werden. Und das passt irgendwie.

Die Serienversion soll schneller kommen, als man «Overlanding» sagen kann – zuerst in China, später vielleicht in ausgewählten Märkten. Europa? Eher unwahrscheinlich. Schade eigentlich.
Bilder: Nissan


