

Audi A2 e-tron: Lieber spät als nie
Manche Autos sind ihrer Zeit weit voraus. Der Audi A2 war so eines. Leicht, effizient, anders. Jetzt feiert das Modell nach 20 Jahren ein Comeback – natürlich vollelektrisch. Und plötzlich ergibt alles Sinn.
Als Audi Ende der 1990er Jahre den A2 präsentierte, staunte die Fachwelt. Aluminiumkarosserie, minimales Gewicht, maximaler Effizienzgedanke. Doch die Kundschaft rümpfte die Nase. Zu teuer für einen Kleinwagen, zu speziell für den Massenmarkt. Und der Zeitgeist war noch nicht so weit. Nach nur 176 000 verkauften Exemplaren war Schluss. Der A2 verschwand leise – und niemand weinte ihm hinterher.
Gleiche Idee, richtige Zeit
Nun scheint die Zeit gekommen für das grosse Comeback. Mit dem A2 e-tron bringt Audi 2026 einen elektrischen Einstieg in die Kompaktklasse. Ein Auto für urbane Menschen, die keinen rollenden Hochsitz brauchen, um Gipfeli zu holen.
Strategie statt Zufall
Der A2 e-tron ist kein Nostalgie-Projekt, sondern Teil eines durchdachten Plans. Audi ordnet sein Portfolio neu – nach unten mit einem elektrischen Einstieg, nach oben mit einem neuen Flaggschiff. Unten startet der A2 e-tron. Oben setzt der Q9 den Schlusspunkt. Und alles dazwischen folgt derselben Idee: elektrisch, modern und global.
Dass der A2 e-tron in Ingolstadt gebaut wird, ist dabei mehr als nur ein Produktionsentscheid. Es ist ein klares Bekenntnis zum Standort – und zur Transformation in Europa.
Zahlen, die den Wandel tragen
Audi kann sich diesen Umbau leisten. Und zwar nicht knapp, sondern solide, wie das Geschäftsergebnis 2025 zeigt: 65,5 Milliarden Euro Umsatz, 3,4 Milliarden Euro operatives Ergebnis, 5,1 Prozent Marge und ein Netto-Cashflow von ebenfalls 3,4 Milliarden Euro. Auch die Elektro-Offensive läuft. 2025 erreichte Audi einen neuen Auslieferungsrekord bei vollelektrischen Modellen.
Bild: Audi


