Highlights Auto Zürich 2026

Auto Züri: Die schönsten Versuchungen

72 Marken, über 100 Neuheiten und Premieren. Die 39. Auto Zürich ist so gross wie nie zuvor. Doch wer nur nach den neuesten Modellen Ausschau hält, verpasst einige der schönsten Autos der Messe. Wir haben uns zwischen Supersportwagen und automobilen Legenden umgesehen.

Veröffentlicht am 06.11.2026

Während sich die Automobilindustrie mit immer neuen Elektroautos, Bildschirmen und Assistenzsystemen um die Zukunft kümmert, erinnern ein paar Aussteller daran, weshalb wir uns überhaupt einmal in Autos verliebt haben. Zwischen all den Zukunftsversprechen gibt es auch jede Menge Vergangenheit zu entdecken.

Maserati-Legenden

Ein roter Maserati-Rennwagen aus der Vorkriegszeit, als die Maserati-Brüder noch persönlich hinter dem Steuer sassen. Gleich daneben ein blauer Maserati Gran Turismo aus den 1960er-Jahren. Zwei automobile Zeitmaschinen aus einer Epoche, in der Autos noch analoge Meisterwerke waren.

Die Klassiker-Abteilung der Auto Zürich ist eine wahre Schatzkiste automobiler Perlen. Da steht ein Jaguar E-Type, dort ein Porsche 356 Cabriolet, ein Mercedes-Benz SL oder ein BMW Alpina 3.0 CSL, der immer noch an Bergrennen teilnimmt. Hach.

Der Ferrari, der keine Erklärung braucht

Und natürlich dürfen Supersportwagen wie der Ferrari F40 nicht fehlen. Als Ferrari ihn 1987 vorstellte, war er die ultimative Fahrmaschine für die Strasse. Heute gehört der F40 zu den begehrtesten Ferrari überhaupt.

Auch Porsche-Fans kommen auf ihre Kosten. Ein 911 Carrera RS 2.7 mit seinem charakteristischen Entenbürzel gehört ebenso zu den Hinguckern wie verschiedene klassische 911 und Rennsportversionen. Dazu gesellt sich ein BMW Z3 M Coupé, wegen seiner ungewöhnlichen Form liebevoll «Turnschuh» genannt.

Ein General auf Abwegen

Und dann wäre da noch der «General Guisan». Mit dem augenzwinkernd nach dem amerikanischen «General Lee» benannten Dodge Charger zeigt all.cars, dass amerikanische Muscle-Cars auch in der Schweiz wieder eine Zukunft haben. Denn der unabhängige Importeur bringt den Dodge Charger in die Schweiz. Ein herrlicher Gegenentwurf zur europäischen Welt aus Downsizing und Vernunft. Der «General Guisan» ist dabei die wohl schweizerischste Art, ein amerikanisches Muscle-Car zu präsentieren. Fehlt eigentlich nur noch, dass er über die anderen Messestände springt.

Formel 1 zum Anfassen

Einen Blick in die Zukunft des Rennsports gewährt Audi. Mit dem R26-Showcar zeigt die Marke, wie ihr Einstieg in die Formel 1 aussieht.

Wer schon immer wissen wollte, wie wenig Platz ein Formel-1-Fahrer tatsächlich hat, sollte sich das Cockpit genauer ansehen. Im Vergleich dazu wirkt selbst ein Smart wie eine luxuriöse Wohnlandschaft.

Ein anderes Stück Rennsportgeschichte präsentiert Opel. Neben dem kantigen Corsa A GSi aus einer Zeit, als sportliche Kleinwagen noch mit wenig Leistung und viel Charakter auskamen, steht der elektrische Formel-E-Rennwagen GSE 27FE. Ein schöner Kontrast zwischen gestern und morgen.

Ein Aston Martin für die ganz grossen Träume

Wer es lieber exklusiv und sündhaft teuer mag, sollte bei Aston Martin vorbeischauen. Der Valhalla verbindet einen V8-Biturbo mit elektrischer Unterstützung und Rennsporttechnik. Das Ergebnis ist ein Supersportwagen, der selbst im Stand aussieht, als würde er gleich einen Rundenrekord brechen.

Ebenfalls sehenswert sind der Genesis GV60 Magma, der Toyota GR Yaris und der Porsche 911 GT3 Bergsport. Alles Autos, die auf sehr unterschiedliche Weise beweisen, dass Fahrspass noch lange nicht ausgestorben ist.

Keine Altersgrenze

Natürlich geht es an der Auto Zürich vor allem um die Zukunft. Um neue Antriebe, neue Marken und neue Technologien. Doch vielleicht ist das Schönste an dieser Messe, dass sie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf wenigen Quadratmetern zusammenbringt.

Die 39. Auto Zürich findet noch bis 8. November 2026 in der Messe Zürich statt. Freitag ist sie von 10 bis 21 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

Bilder: Christian Lienhard (lienhardbildwerke.ch)

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