

Der Stern-Klassiker funkelt wieder
Bei den Schwaben wird nichts weggeworfen, was noch gut ist. So erhält die C-Klasse eine gründliche Kehrwoche: neuer Grill, Sternenlicht, künstliche Intelligenz und aufgefrischte Antriebe.
Die C-Klasse ist eines der wichtigsten Mercedes-Modelle. Seit dem Urvater 190 von 1982 wurden weit über zehn Millionen Exemplare verkauft. Immerhin verkaufte Mercedes 2025 weltweit 667’063 C-Klasse-Modelle. Kein Wunder also, dass Stuttgart den Verbrenner nicht einfach in Rente schickt.

Mercedes spendiert seiner C-Klasse nochmals eine umfangreiche Modellpflege. Optisch bleiben die Schwaben vorsichtig. Die Grundform von Limousine und T-Modell wurde nicht angetastet. Des hebt no! Dafür bekommt die C-Klasse ein neues, frisches Gesicht. Der Kühlergrill wird markanter, Frontschürze und Scheinwerfer sind neu gestaltet. Der Mercedes-Stern taucht nun als Motiv in den Leuchten auf. Auch am Heck funkeln künftig Sterne. So wird das Markenzeichen immer mehr zum Gestaltungselement.

Digitales Upgrade

Auch digital rückt die überarbeitete C-Klasse näher an die jüngsten Mercedes-Modelle. Das neue Mercedes-Benz Operating System MB.OS bildet dabei die technische Basis für die nächste Infotainment-Generation. Der Sprachassistent greift auf verschiedene KI-Systeme zurück, darunter ChatGPT und Google Gemini. Ob er auch schwäbisch spricht?
Knöpfe feiern Comeback

Mercedes überarbeitet das Lenkrad und bringt unter anderem den beliebten physischen Lautstärkeregler zurück. Net gschimpft isch globt gnug! Das übrige Cockpit bleibt weitgehend bekannt. Neue Materialien, Dekore und Farben sollen den Qualitätseindruck verbessern. Die bestehende Bildschirmarchitektur wird damit nicht komplett über den Haufen geworfen.
Verbrenner bleibt
Unter der Haube findet keine Revolution statt. Benziner, Diesel und Plug-in-Hybride bleiben im Programm. Die Motoren werden vielmehr auf Effizienz, Ansprechverhalten und Verbrauch optimiert.

Wer elektrisch fahren will, bekommt dagegen eine von Grund auf neu konstruierte C-Klasse mit 800-Volt-Technik und völlig neuer Architektur. Sie schafft je nach Version bis zu rund 760 Kilometer nach WLTP und kann unter Idealbedingungen in zehn Minuten Strom für bis zu 325 Kilometer nachladen. Wer weiterhin Benzin, Diesel oder Plug-in-Hybrid möchte, bekommt den bewährten W206 – allerdings optisch und digital so stark aufgefrischt, dass er noch einige Jahre durchhalten dürfte. Die Zukunft der C-Klasse ist damit nicht elektrisch oder Verbrenner. Sie ist beides.

Bilder: Mercedes-Benz

