

Ferrari Amalfi Spider – Dolce V8
Nicht jeder Ferrari ist für die Rennstrecke gebaut. Der Amalfi Spider ist der Ferrari für die Riviera: offenes Dach, Biturbo-V8 und genug Leistung, um jede Küstenstrasse in eine Opernbühne zu verwandeln.
Die Amalfitana gehört zu den schönsten Strassen der Welt. Enge Kurven, steile Felsen, das Meer tief unten. Und mittendrin ein offener Ferrari mit 640 PS. Genau für solche Momente hat Maranello den neuen Amalfi Spider gebaut – einen Gran Turismo für Menschen, die wissen, dass das Leben zu kurz für langweilige Autos ist.

Optisch ist Ferrari-Chefdesigner Flavio Manzoni mit der klassisch eleganten Linie ein grosser Wurf gelungen. Lange Motorhaube, kurze Überhänge, muskulöse Kotflügel – der Amalfi Spider wirkt wie eine moderne Interpretation eines klassischen Ferrari-GT.
Biturbo für die Riviera
Technisch bleibt Ferrari seiner Gran-Turismo-Tradition treu. Der Amalfi Spider ist ein Frontmotor-GT im 2+2-Layout und damit der spirituelle Nachfolger des Roma Spider.

Unter der Haube arbeitet der bekannte 3,9-Liter-V8-Biturbo. Er liefert 640 PS und 760 Nm Drehmoment. Die Kraft gelangt über ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe an die Hinterräder – eine Weiterentwicklung der Einheit aus dem SF90. Mehr Leistung braucht man auf einer Küstenstrasse eigentlich nicht. Aber so verhält es sich wohl auch mit den Bankkonten der typischen Ferrari-Kundschaft. Umso bescheidener dürfte das Gepäck ausfallen. Das Kofferraumvolumen beträgt 255 Liter bei geschlossenem und 172 Liter bei geöffnetem Dach.
Ein Ferrari-Gedicht

Die Eckdaten lesen sich wie ein Ferrari-Gedicht: 0–100 km/h in rund 3,4 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit über 320 Kilometer pro Stunde. Gebremst wird über ein modernes Brake-by-Wire-System. Es kombiniert hydraulische Bremskraft mit elektronischer Steuerung und sorgt für eine präzise Dosierbarkeit.

Damit der offene Gran Turismo bei hohem Tempo nicht abhebt wie ein Privatjet, fährt im Heck ein ausfahrbarer Spoiler aus – je nach Geschwindigkeit in mehreren Positionen. Ferraris Side Slip Control überwacht permanent die Fahrdynamik und sorgt dafür, dass das Heck kontrolliert tänzeln darf.
Zurück zur Haptik

Der Amalfi Spider übernimmt nicht nur die Technik des Ferrari Roma Spider, sondern verbessert einige Kritikpunkte. Besonders häufig bemängelten Ferrari-Kunden die Touch-Bedienung am Lenkrad. Im Amalfi Spider kehren wieder echte Tasten zurück. Das elektrische Hardtop verschwindet in nur 13,5 Sekunden im Heck – und das sogar während der Fahrt bis rund 60 km/h.

Dolce Vita auf vier Rädern

Der Amalfi Spider zeigt etwas Entscheidendes über Ferrari. Während sich viele Hersteller von Cabriolets verabschieden, hält Maranello an der offenen Tradition fest. Ein Ferrari muss nicht immer das schnellste Auto auf der Rennstrecke sein. Manchmal reicht es, wenn er die schönste Strasse der Welt noch ein bisschen schöner macht. Oder, wie man an der italienischen Küste sagen würde: Potenza trifft Dolce Vita.
Bilder: Ferrari


