

Lexus TZ – Luxus für die Grossfamilie
Wer sich den Luxus einer Grossfamilie leistet, muss deswegen nicht auf Luxus verzichten. Sechs Sitze, drei Reihen, bis zu 540 Kilometer Reichweite und ein Innenraum wie ein japanisches Boutique-Hotel. Der Lexus TZ ist mehr als ein neuer Luxusliner. Er wird zum Flaggschiff der Marke.
Die grosse SUV-Offensive der Premiumhersteller erreicht die nächste Evolutionsstufe. Nach BMW iX, Kia EV9 oder Volvo EX90 bringt nun auch Lexus einen vollelektrischen Luxusliner mit drei Sitzreihen. Mit dem neuen TZ präsentiert Lexus eine rollende Suite für Grossfamilien mit gut gefülltem Konto.

Zen statt Zirkus
Lexus verfolgt bewusst einen anderen Ansatz als viele Konkurrenten. Statt martialischer Elektro-Zukunftsoptik oder maximalem Digital-Wahnsinn sprechen die Japaner lieber von «Driving Lounge», Zen-Atmosphäre und Entschleunigung.

Schon auf den ersten Blick wird klar: Der TZ trägt zwar SUV-Gene, verzichtet aber auf die übliche Aggressivität. Die Linien wirken elegant und aerodynamisch sauber gezogen. Lexus spricht von «provokativer Schlichtheit».
Mit 5,1 Metern Länge ist der TZ alles andere als klein. Der Radstand von 3,05 Metern schafft Platz für sechs vollwertige Sitze. Besonders stolz ist Lexus auf die dritte Reihe, die hier nicht mehr nur als Strafbank für Kinder taugen soll. Dank flachem Batterieunterboden und fehlendem Kardantunnel verspricht Lexus grosszügige Kopf- und Beinfreiheit selbst für Grossgewachsene.

Im Innenraum zieht Lexus den Lounge-Gedanken konsequent durch. Bambusfurniere, Ambientebeleuchtung, versteckte Bedienelemente und ein riesiges Panorama-Glasdach sollen Ruhe vermitteln. Dazu kommen Massagesitze, Heizungen bis in die dritte Reihe und ein Mark-Levinson-Soundsystem mit 21 Lautsprechern.
Zwei Batterien, zwei Charaktere
Technisch setzt Lexus auf zwei Batteriegrössen: 77 kWh oder 95,8 kWh. Die Reichweite soll je nach Modell zwischen 450 und 540 Kilometern liegen. Geladen wird mit bis zu 22 kW AC beziehungsweise 150 kW DC. Von zehn auf 80 Prozent soll der Akku rund 30 Minuten benötigen.

Die stärkste Version hört auf den Namen TZ 550e und leistet 300 kW/408 PS. Damit sprintet der Luxusliner in 5,2 Sekunden auf 100 km/h. Trotzdem versteht sich der Lexus eher als komfortabler Langstrecken-Gleiter denn als Sport-SUV.

Interessant: Lexus integriert erneut das «Interactive Manual Drive»-System, das virtuelle Gangwechsel simuliert. Eine Art künstliches Achtgang-Getriebe für Elektroautos. Die einen werden es lieben, andere werden sich fragen, warum ein Elektroauto plötzlich wieder so tun muss, als wäre es ein Benziner.
Komfort statt Krawall
Während andere Premiumhersteller gerne über Nürburgring-Rundenzeiten sprechen, legt Lexus den Fokus auf Geräuschkomfort und Gelassenheit. Der neue «Comfort»-Modus reduziert Nickbewegungen und Seitenneigung aktiv, die Hinterachslenkung verbessert Wendigkeit und Stabilität.

Bemerkenswert ist auch der Aufwand bei der Geräuschdämmung. Dickere Scheiben, neue Aussenspiegel, zusätzliche Isolierung – Lexus spricht vom «Gefühl der Stille». Das passt zur gesamten Philosophie des Autos. Der TZ soll weniger beeindrucken als beruhigen.
Luxus mit Garantieversprechen
Ein weiterer Punkt, den Lexus stark hervorhebt: die serviceaktivierte 10-Jahres-Garantie inklusive Assistance. Genau dort liegt aktuell die grosse Herausforderung vieler Luxus-Stromer: Sie müssen nicht nur technisch überzeugen, sondern auch Vertrauen schaffen.

Der neue TZ soll 2027 nach Europa kommen und positioniert sich als elektrisches Flaggschiff zwischen Familienkutsche, Chauffeursfahrzeug und Designstatement.
Bilder: Lexus


