Happy Birthday

Mark Webber – Aussie Grit wird 50

Er flog in Le Mans durch die Luft, kämpfte in der Formel 1 gegen Sebastian Vettel um den WM-Titel und wurde mit Porsche schliesslich doch noch Weltmeister. Am 27. August wird Mark Webber 50 Jahre alt. Ein Petrolhead mit Benzin im Blut und Porsches in der Garage.

Veröffentlicht am 27.08.2026

Mark Webber war nie der typische Formel-1-Superstar. Kein Glamourboy, kein Lautsprecher, kein Wunderkind mit Millionenvertrag im Teenageralter. Der Australier musste sich seine Karriere erkämpfen. Passend dazu wurde «Aussie Grit» – australischer Kampfgeist – zu seinem Markenzeichen.

Geboren wurde Webber am 27. August 1976 im australischen Queanbeyan. Zunächst begeisterte er sich für Motorräder, später wechselte er zum Kart. Mit 19 Jahren zog er nach England – ohne Sponsoren, dafür mit einem ziemlich grossen Traum. Über Formel Ford und Formel 3 landete er bei Mercedes im Sportwagen, später folgte die Formel 3000.

Abflug in Le Mans

Dort erlebte Webber 1999 einen der spektakulärsten Momente seiner Karriere. Beim Training für die 24 Stunden von Le Mans hob sein Mercedes-Benz CLR wegen aerodynamischer Probleme ab und überschlug sich. Webber überstand den Horrorcrash unverletzt. Beim Warm-up passierte ihm dasselbe nochmals. Andere hätten danach vielleicht Briefmarken gesammelt. Webber fuhr weiter.

2002 debütierte er für Minardi in der Formel 1 und wurde bei seinem Heimrennen sensationell Fünfter. Es folgten Jaguar und Williams, ehe Webber 2007 zu Red Bull wechselte. Dort wurde aus dem Aussenseiter ein Siegfahrer. 2009 gewann er am Nürburgring seinen ersten Grand Prix, insgesamt folgten neun Formel-1-Siege.

Seine grosse Chance kam 2010. Webber gewann vier Rennen und reiste als WM-Kandidat zum Finale nach Abu Dhabi. Doch am Ende wurde sein junger Teamkollege Sebastian Vettel Weltmeister. Die Rivalität der beiden entwickelte sich zu einer der würzigsten Fahrerpaarungen der Formel-1-Geschichte. Webber blieb bis 2013 bei Red Bull und half dem Team zu vier Konstrukteurs-WM-Titeln.

Endlich Weltmeister

Nach 215 Formel-1-Starts wechselte Webber 2014 zu Porsche in die Langstrecken-WM. Dort fand der Australier seine zweite Heimat. Gemeinsam mit Timo Bernhard und Brendon Hartley wurde er 2015 im Porsche 919 Hybrid Langstrecken-Weltmeister. Ein Titel, der ihm in der Formel 1 verwehrt geblieben war. Ende 2016 beendete er seine aktive Rennkarriere und wurde Porsche-Markenbotschafter.

Petrolhead mit Porsche-Tick

Die Verbindung zu Porsche ist allerdings älter als sein Werksvertrag. Bereits als Teenager fuhr Webber den geliehenen 911 eines Freundes. Sein erster eigener Porsche war gleich ein Turbo. Später standen unter anderem 918 Spyder, 911 R, GT3 RS, GT2 RS, GT3 RS 4.0, ein 356 Cabriolet von 1954 und ein Carrera 2.7 von 1974 in seiner Garage.

Mark Webber ist damit nicht einfach ein ehemaliger Rennfahrer, der nach seiner Karriere repräsentative Autos sammelt. Er ist ein echter Petrolhead. Einer, der moderne Supersportwagen genauso schätzt wie alte Elfer – und nach einem Vierteljahrhundert Motorsport noch immer lieber über Autos spricht als über sich selbst.

Happy Birthday, Aussie Grit!

Bilder: Porsche/Red Bull

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