Singer Porsche 911 Carrera Cabriolet

Singer Widebody-Cabrio – breit ist geil

Jeder Singer ist eine Liebeserklärung an den Porsche 911. Eine fahrbare Skulptur aus einer Kombination von Handwerkskunst, technischem Fortschritt und emotionalem Fahrerlebnis. Nach dem im Frühjahr 2025 präsentierten Widebody-Coupé flext Singer nun das Dach ab.

Veröffentlicht am 19.02.2026

Bevor Rob Dickinson 2009 das kalifornische Porsche-Restomod-Unternehmen Singer gründete, war er Rockstar. Nicht ganz so erfolgreich wie sein Cousin Bruce Dickinson, der mit Iron Maiden Hardrock-Geschichte schrieb. Rob Dickinson selbst war Leadsänger der britischen Band Catherine Wheel, die in den 90er Jahren einige Top-40-Alben herausgebracht hat. Der Name Singer ist also eine Anspielung auf Dickinsons früheren Beruf. Und bestimmt auch eine Hommage an den legendären Porsche-Renningenieur Norbert Singer.  

Heute gehört Singer zu den angesehensten Porsche 911-Restomod-Unternehmen der Welt. Die Kalifornier bauen vor allem Porsche 911-Modelle der Generation 964 (1989–1994) neu auf. Die limitierten Singer-Porsches sind heiss begehrt und kosten mittlerweile einen siebenstelligen Betrag. 

Limitiert auf 75 Exemplare

Noch teurer dürfte der neueste Wurf sein, ein Widebody-Cabriolet – limitiert auf 75 Exemplare. Optisch zitiert das Cabrio die 911-Carrera-Modelle der 1980er-Jahre. Breite Radhäuser, 18-Zoll-Zentralverschlussräder mit Michelin-Pilot-Sport-Pneus, Carbon-Aussenhaut und modernisierte Rundscheinwerfer mit Retro-Charme.

Auch beim Widebody-Cabriolet bildet die Basis eine strukturell verstärkte 964-Karosserie. Singer kombiniert dabei die Originalsubstanz mit neu entwickelten Carbon-Teilen. Das leichte Stoffverdeck mit Z-Mechanismus verschwindet vollständig unter einer Abdeckung. Offen sieht der Elfer deshalb so aufgeräumt aus, als wäre er nie geschlossen gewesen.

Cosworth-Herz, 8000 U/min 

Im Heck arbeitet ein 4,0-Liter-Sechszylinder-Boxer, basierend auf dem Original-Triebwerk des 964 – allerdings von Cosworth überarbeitet. Nun hat das Ding 420 PS, variable Ventilsteuerung, Titan-Auspuffanlage und lässt sich kreischend bis 8000 U/min hochdrehen. Natürlich geht der ganze Antrieb auf die Hinterachse. Ein manuelles Sechsganggetriebe rundet das Gesamtpaket ab. Als Anker wirft der Widebody Carbon-Keramik-Bremsen. Ausserdem gibt es ABS, Traktionskontrolle und ESP. Auch das Fahrwerk wurde komplett überarbeitet und hat elektronisch geregelte Dämpfer mit vier Modi. Praktisch: Das Nose-Lift-System für die Bordsteinkante des Grauens. 

Im Innenraum trifft klassische 911-Ästhetik auf moderne Materialien und Ergonomie. Leder, Aluminium, präzise Instrumente – kein Retro-Kitsch, sondern ein durchdachtes Zitat der Vergangenheit. Kurz gesagt: Ein alter 911. Neu erfunden. Mit Frischluft und Cosworth-Puls.

Bilder: Singer

<< Zurück zur Übersicht

Das könnte Sie auch interessieren: