Aston Martin Valhalla Spider

Vier Motoren, ein Orkan

1079 PS, 1100 Nm und 350 km/h Spitze. Aston Martin nimmt seinem Hybrid-Supersportwagen Valhalla das Dach weg – und macht daraus den schnellsten offenen Aston Martin aller Zeiten. Wer bei Tempo 350 noch eine Frisur hat, trägt vermutlich einen Helm.

Veröffentlicht am 29.10.2026

Valhalla ist in der nordischen Mythologie der Ort, an dem die tapfersten Krieger nach ihrem Tod landen. Aston Martin hat daraus einen Supersportwagen gemacht, der mit 1079 PS und 350 km/h alles daransetzt, seine Insassen möglichst schnell dorthin zu befördern. Und das jetzt auch noch ohne Dach. Ob das noch Frischluftvergnügen ist oder bereits als Windkanalexperiment gilt?

Vom Winde verweht

Unter der Karbonhaut arbeitet dieselbe Technik wie im Valhalla Coupé. Ein Vierliter-V8-Biturbo mit flacher Kurbelwelle liefert 828 PS. Drei Elektromotoren steuern weitere 251 PS bei. Macht zusammen 1079 PS und brachiale 1100 Nm Drehmoment. Von null auf 100 km/h soll es in 2,5 Sekunden gehen. Einmal blinzeln – und schon ist der Check weg.

Das Interessante ist das Zusammenspiel verschiedener Technologien: Zwei Elektromotoren treiben die Vorderachse an, der dritte unterstützt den V8 an der Hinterachse. Ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe übernimmt die Schaltarbeit. Dazu kommen Torque Vectoring, ein Karbon-Monocoque und aktive Aerodynamik mit über 600 Kilogramm Abtrieb. Entwickelt wurde vieles mit Unterstützung der Formel-1-Spezialisten von Aston Martin.

Oben ohne, bitte!

Das eigentlich Verrückte ist aber das Dach. Serienmässig gibt es ein abnehmbares Stoffverdeck, mit dem allerdings bei 200 km/h Schluss ist. Wer schneller fahren möchte, montiert das optionale Karbon-Hardtop. Oder lässt das Dach gleich ganz weg. Denn offen sind tatsächlich 350 km/h möglich.

Damit die Insassen bei diesem Tempo nicht wie Fallschirmspringer im Cockpit herumflattern, haben die Ingenieure einen speziellen Windabweiser entwickelt. Der Luftstrom wird über die Köpfe geleitet und gleichzeitig zum Ansaugschnorchel geführt, der beim Spider 35 Millimeter höher sitzt. Selbst die Aerodynamik und das Stabilitätsprogramm passen sich automatisch dem offenen Fahrzustand an.

Natürlich gibt es weiterhin die spektakulären Scherentüren, Karbon-Sportsitze und jede Menge Rennsporttechnik. Nur das Dach fehlt. Und das ist bei diesem Auto definitiv kein Mangel.

Seine Weltpremiere feiert der Valhalla Spider Ende Oktober beim Concours in Las Vegas. Die ersten Kunden sollen ihre offenen Geschosse ab dem dritten Quartal 2027 erhalten. Einen Preis nennt Aston Martin noch nicht. Und wer sich einen Valhalla Spider leisten kann, dürfte sich über die Kosten einer neuen Frisur kaum Gedanken machen.

Bilder: Aston Martin

<< Zurück zur Übersicht

Das könnte Sie auch interessieren: