

Wow! CarPoint GT-K44 Shooting Brake
Gäbe es mehr Shooting Brakes, wäre die Welt ein schönerer Ort. Der Beweis: CarPoint GT-K44. Zehn Exemplare sollen vom 944er-Kombi entstehen. Das hat allerdings seinen Preis.
Über Geschmack lässt sich streiten. Aber nicht über Shooting Brakes. Aston Martin DB5 Shooting Brake, Volvo P1800 ES, Ferrari FF oder BMW Z3 Coupé: Sobald ein elegantes Coupé hinten mehr Dach bekommt, passiert eine Verwandlung. Es wird nicht vernünftiger. Es wird schöner.

944 mit Rucksack
Das jüngste Beispiel kommt aus Deutschland. CarPoint hat aus einem Porsche 944 S2 von 1991 den GT-K44 gebaut. Ein Shooting Brake, bei dem man sich fragt: Warum hat das Porsche eigentlich nie selbst getan? Die lange Motorhaube, die weit hinten sitzende Kabine und das neue, gestreckte Dach passen zusammen, als hätte der 944 sein Leben lang auf diesen Umbau gewartet. Kein aufgepflanzter Kofferraum, kein unförmiger Rucksack. Der GT-K44 wirkt wie eine vergessene Porsche-Studie aus den frühen 1990er-Jahren.

Hinter dem Projekt steckt eine ziemlich persönliche Geschichte. CarPoint-Gründer Andreas Freund fuhr Mitte der 1980er-Jahre selbst einen Porsche 924 Turbo, den der deutsche Autodesigner Günter Artz zum Kombi umgebaut hatte. Freund verkaufte ihn später – und bereute es offenbar.

Viele Sonderanfertigungen
Designer Michael Söhngen zeichnete die moderne Interpretation, CarPoint setzte sie um. Und zwar richtig. Dach, B-Säulen und hintere Seitenteile werden aus Blech neu aufgebaut. Dazu kommen eigens angefertigte Seitenscheiben und eine riesige Heckklappe, die weit ins Dach hineinragt.

Das erste Auto basiert auf einem 944 S2. Oakgrün metallic, schwarze Lederausstattung mit Pascha-Stoff. Unter der Haube bleibt deshalb der Dreiliter-Vierzylinder mit 211 PS, geschaltet wird von Hand über fünf Gänge.

CarPoint versucht gar nicht erst, den 944 ins Jahr 2026 zu zerren. Der GT-K44 darf aussehen wie ein Auto aus einer Zeit, in der Telefone Kabel hatten und Computer so gross wie Container waren.

Schönheit hat ihren Preis

Billig ist die Sache allerdings nicht. Alleine der Umbau kostet 100’000 Euro netto. Das Spenderfahrzeug ist darin noch nicht enthalten. Verrückt? Natürlich. Für das Geld bekommt man einen neuen Porsche. Aber eben keinen Shooting Brake. Und schon gar keinen, von dem nur zehn Exemplare entstehen sollen.
Bilder: CarPoint


